Montag, 28. September 2015

Zentangel-Malerei


Vor kurzem habe ich bei meinem Wocheneinkauf Zeitschriften über die Zentangelmalerei entdeckt. Interessiert habe ich die Zeitschriften durchgeblättert  und war von Anfang an begeistert. Die Zentangelmalerei ist dafür gedacht, dass jeder ohne Talent und Vorkenntnisse malen
kann und es soll eine ausgleichende und beruhigende Wirkung auf den "Künstler" haben. Diese Technik wird sogar für Therapiezwecke eingesetzt.


Ich kann das nur bestätigen. Es beruhigt enorm. Richtige Zentangelmalerei wird auf spezielle Kärtchen gemalt, die eine Größe von 9/9 cm haben. Die Karten sind deswegen so klein, weil sie schnell einen Erfolg zeigen und die Arbeiten überschaubar sind. Nichts ist schlimmer als wenn einen eine "quadratmeter" große weiße Fläche anstarrt, die es gilt, mit einem künstlerischen Projekt zu füllen.

Inzwischen gibt es zahlreiche Bücher mit Zentangelmustern über keltische Knoten, Blumenmuster, Karos und noch vieles mehr. Je nach Talent lassen sich die Zentangelmuster einfach ausarbeiten oder bei vorhandenem Können entstehen Bilder mit sehr viel Tiefe. Wobei beide Arten der Malerei sehr schön sind.

Mir kommt diese Art der Malerei sehr entgegen weil ich kunstvolle Muster liebe, viele kleine Details und vor allem, weil ich mich nicht für zusammenpassende, harmonierende Farben entscheiden muss sondern einfach nur mit Bleistift und schwarzen Filzstiften male.

Apropos Filzstifte, es gibt wunderbare Filzstifte von Fabercastell und ebenso sehr schön zu verarbeitende Aquarellstifte, für diejenigen die es farbig lieben. Was auch von Vorteil ist, ein Satz Bleistifte mit verschiedenen Weichheitsgraden, welche man zum Schattieren benötigt. Für die Schattierungen braucht man noch einen Wischer, mit dem sich der Bleistift schattieren/verwischen lässt und ein Radiergummi ist auch nicht verkehrt, für evtl. Korrekturen. Manche Muster haben es in sich und es schleicht sich doch schnell ein Fehler ein, den es zwecks der Harmonie der Muster zu beseitigen gilt. Ach ja, Zeichenblöcke mit etwas dickerem Papier in verschiedenen Größen sind ebenfalls eine gute Anschaffung.

Ich bin jetzt nicht wirklich so der Filzstiftfan, Tusche und Feder liegen mir mehr. Da bei mir beim Zeichnen der Zentangel der Schwerpunkt auf dem Ausführen der Muster liegt habe ich die Vorteile der Filzstifte kennengelernt. Übrigens sind die Filzstifte von Fabercastell etwas anders als die handelsüblichen Filzstifte. Je nach Breite des Striches sind die Spitzen der Filzstifte verschieden gearbeitet, feine Striche bis flächiges Ausmalen.

Damit ich überall zeichnen kann, habe ich mir von der Firma Boesner ein Zeichenbrett angeschafft. Es lohnt sich wirklich. Ich zeichne bei schönem Wetter gerne im Garten und das kann ich nun in jeder beliebigen Ecke des Gartens ausüben. Ich rücke gerne der Sonne nach oder wenn es zu heiß ist, auch unter einen schattigen Baum. Bei Gelegenheit werden wir Euch unseren Garten vorstellen, der einen alten Baumbestand hat und den wir über alles lieben, vor allem meine Tochter. Also deswegen Zeichenbrett, damit wir die alten Bäume geniessen können.

Mir gefallen Zentangel-Zeichnungen in Mandalaform am allerbesten oder Füllhörner. Bei den Füllhörnern lässt sich das Räumliche der Figuren so schön heraus arbeiten. Mich fasziniert die Tiefe, die durch Schattierungen mit einfachsten Mitteln, in einem Bild entstehen.

Meine Leidenschaft, verschiedene Arbeiten miteinander zu kombinieren veranlasst mich zu dem Experiment, Zentangelmotive zu zeichnen und sie auf einem Shirt mit entsprechendem Schnitt aufzudrucken. Mal sehen, was bei diesem Experiment heraus kommt. Ob es gelingt oder nicht, sei dahin gestellt. Was bestimmt spannend ist, der Weg den ich gehe, um diese Projekt umzusetzen. Wenn es gelingt, gibt's natürlich Bilder hier zu sehen.

Wir haben vor ein paar Tagen geschrieben, dass wir in unserem Haus Kurse abhalten möchten, ein Kursthema das ich geplant habe wäre "Zentangel und Nähen" - einen Nachmittag gemeinsam verbringen, um passende Zentangel zu zeichnen. Und der zweite Nachmittag wäre das Drucken auf passende T-Shirtteile und das gemeinsame Nähen. Als Titel könnte ich mir vorstellen "Meditatives Nähen".

Wir werden sehen, was dabei heraus kommt - spannend wird es allemal.

Hier sind noch ein paar Bilder für Euch, damit sich das Thema nicht so trocken anhört. Wem es gefällt und wen es anspricht, einfach einmal versuchen; ein schwarzer Filzstift und ein Blatt Papier reichen aus und natürlich eine freie Stunde, in der man sich gehen lassen kann, um sich nur dem "Hier und Jetzt" zu widmen.
liebe Grüße
von Euren TOSCAminnis
Silvia und Sonja