Sonntag, 11. Januar 2015

Mandalas

Sonja hat ja schon ein bisschen erzählt, dass wir die ganzen Weihnachtstage eher horizontal gelebt haben, auf Grund der eingefangenen Grippe. War aber auch wirklich richtig übel.

Eigentlich bin ich eher selten krank, aber vor Weihnachten bin ich versehentlich beim Gassi gehen  in ein Wasserloch in einer Sumpfwiese getreten und musste noch 1 Stunde mit nassen, eiskalten Füssen nach Hause gehen. Ein paar Tage später gings dann los. Seitdem habe ich einige Liter Tee getrunken und meine Wärmflasche ist zur täglichen Grundausstattung geworden.

Auch an kranken Tagen kann ich nicht so wirklich still im Bett liegen, vor allem schon deswegen nicht, weil mir meine Tochter Sonja einen wunderschönen Farbkasten von Faber Castell geschenkt hat, bestückt mit Aquarellstiften in allen Farben und Schattierungen.


Ist er nicht wunderschön.

Vermutlich wissen es nicht so arg viele, dass eine weitere Leidenschaft das Malen für mich ist. Es entspannt, es regt zum Träumen an und es beruhigt mich ungemein. Früher habe ich auf Seide gemalt, was mir auch heute noch lieber wäre. Ich habe in der Technik von Patel-Missfeldt gearbeitet. Ist eine wunderbare Art der Seidenmalerei, die eine unvergleichliche Perfektion ermöglicht, aber leider braucht es dafür jede Menge Platz, was wir nicht mehr haben, weil die Stoffe, die Drucker und die E-Books allen Platz, den wir zur Verfügung haben, einnehmen. Mich hat auch das Fließen der Seidenfarben und deren unvergleichliche Farbbrillianz in den Bann gezogen. Aber vielleicht verändert sich ja doch einmal was in unserem Leben und es findet sich für diese Technik wieder Platz :O).

Damit ich nun wieder malen kann, habe ich diesen Farbkasten bekommen und ich kann abends neben dem Fernsehen auf's Papier bringen, was mir gerade so einfällt, Ideen oder auch Designs für neue Schnitte.

In den Weihnachtsfeiertagen habe ich damit gestartet Mandalas zu malen. Mich faszinieren die Muster, das Bunte und auch das nicht enden wollende dieser Zeichnungen. Mandalas haben ihren Ursprung im Buddhisms und Hinduismus. Gerade der Buddhismus mit seinem Gedankengut und dessen Friedfertigkeit spricht mich sehr an und ich habe eigentlich auch vor, mich mit dieser Religion einmal näher zu befassen. Gerade in diesen Tagen fragt man sich sowieso, warum die verschiedenen Religionen nicht friedlich nebeneinander existieren können. Aber na ja, vielleicht dürfen wir es noch erleben, dass die Menschen klüger werden und nebeneinander friedlich zusammen leben.

Mandalas strahlen die perfekte Ordnung aus, sind voller Harmonie und verhelfen einem zu einer Art Meditation. Müsst Ihr auch mal ausprobieren. Es muss nichts Aussergewöhnliches sein, es reichen schon kleine grafische Muster, die ausgemalt sehr ansprechend sind.

Das erste Mandala hat mich an den Gedanken zu einer fröhlichen Dorfgemeinschaft inspiriert mit vielen kleinen Häuschen und Parklandschaften, dazu viele kleine Muster, welche die einzelnen Kreise verbinden.



Die Mandalakreise werden erst mit einem Zirkel  vorgezeichnet, anschließend skizziere ich die Motive, um diese später mit Tusche und Feder nachzuzeichnen. Zuletzt werden die Motive mit den Buntstiften ausgemalt, um noch mit einem Pinsel verwaschen zu werden. Ist fast so, als ob man ein Bilderbuch ausmalen würde - nur sehr viel schöner.

Natürlich kam mir auch der Gedanke ein Mandala mit meinen Modellen und Stoffen zu entwerfen, das Mandala ist so geworden:


Das Rote mit den weißen Punkten stellt meinen Lieblingsstoff dar. Das Zentrum sind die Liebe zu diesem Hobby/Beruf, die vielen Ideen und Verknüpfungen. Die kleinen Figurinen erklären sich von selbst und der Rand spiegelt meine Liebe zu verspielten Details und zu komplexen Mustern wieder.


Und das dritte hat mich an die  Liebe zur Natur erinnert und die Hoffnung, dass nicht alles kaputt gemacht wird und wie wichtig Bäume für unser Leben sind:


Es ist eine Verknüpfung von Leben, Tieren, Natur, dem Regenbogen und der Nacht mit Sonne, Mond und Sterne.

Ein weiteres Mandala mit meinem Traumhaus ist noch in Arbeit, das zeige ich Euch die nächsten Tage.

Ich freue mich, wenn ich nächste Woche Zeit habe meine Mandalas zum Rahmen zu bringen und ein schönes Plätzchen in meiner Wohnung zu suchen.

Also, so schön kann man die Weihnachtsfeiertage, schlaflosen Nächte und Bettgelage wegen Grippe verbringen.

Ich hoffe die Bilder gefallen Euch und vielleicht ist es ja auch eine Anregung für die Ein oder Andere von Euch, auch wieder zu Malen und in die Macht der Mandalas zu versinken.