Dienstag, 1. November 2011

Oh wie schön ist Panama Teil 5 Brolio







Brolio ist eine uralte Schloßanlage mit Weingut in dem der berühmte Chianti gekeltert wird. Die Geschichte von Brolio geht weit in frühere Jahrhunderte zurück. Im Sommer ist Brolio von den Besitzern noch bewohnt.

Leider hat Brolio auch einen dustern Teil in der Geschichte, der uns in der kommenden Nacht ziemlich zu schaffen machen sollte.

Das Schloß konnte man innen leider nicht besichtigen, sondern lediglich die Garten/Aussenanlagen und die Krypta. In der Krypta werden bis zum heutigen Tag die Grafen/Gräfinnen von Brolio bestattet und der letzte Graf oder Baron wurde vor ein paar Jahren in der Gruft beigesetzt.

Nach ein paar Minunten Aufenthalt in der Gruft und dem Betrachten der Grabplatten bezüglich der Sterbedaten ging es mir gar nicht gut, es war mir richtig schwindelig und komisch, einfach nur mehr komisch. Ich dachte ich fühle mich nicht so gut oder ich bilde mir die unangenehmen Schwingungen in der Gruft nur ein.

Draussen im Garten musste sich meine Tochter hinsetzen, sie war kreidebleich und auch sie hatte die Merkwürdige, sehr unangenehme Stimmung in der Gruft bemerkt. also zwei Spinnerinnen die an übersinnliche Schwingungen glauben und auch noch vermeinen diese zu spüren.

Na ja, wir beendeten die Besichtigung und waren von der Anlage beeindruckt. Glaubt man an frühere Leben, hätte ich steiff und fest behauptet ich kenne das Schloss aus früheren Leben.

Zurück im Haus von Steffi erzählten wir von unserem Besuch. Steffi wollte uns einen Kaffee anbieten bei einem gemeinsamen Schwäzchen, Sonja lehnte ab und meinte ihr wäre noch ganz schlecht vom Besuch des Schlosse. Steffi meinte nur, wart ihr in der Gruft? Tja und dann hat sie uns erzählt, dass sie die letzten Grafen von Brolio noch persönlich gekannt hätte, dass der letzte Sohn Selbstmord begangen hatte und vor ein paar Jahren wurde dessenVater in der Gruft beerdigt. Sie erzählte auch, das sie selber die Gruft gar nicht betreten könnte, weil auch sie diese Schwingungen fühlte und es ihr dabei gar nicht gut ging und dass auch andere Gäste ihr das Gleiche erzählten.

Um das Schloß ranken sich auch einige Gruselgeschichten die einem die Nackenhaar sträuben liessen. Unter anderem war ein Baron, aus früherer Zeit ein richtiger Tunichtgut, er feierte Orgien, ermordete Leute, trank und verspielte Hab und Gut. Als dieser Baron nun verstorben war, wurde er der Gruft verwiesen und ein paar Bauern wurden beaufttrag ihn in die nahen Berge zu bringen und dort in einer Höhle zu bestatten. Nur wurde beim Transport der Sarg so schwer, dass die Bauern den Sarg mitten im Wald stehen liessen und ihn an einem Baum angekettet haben.

Seither heißt es, dass dieser Baron mit einem weißen Pferd im Galopp durch die Wälder streicht. Steffi und ihr Sohn haben diese Wahrnehmungen bereits erlebt und ich hatte ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass Steffi besonders abgehoben wäre, eher im Gegenteil total bodenständig.

Inzwischen war es dunkel geworden und wir mussten ein paar Meter zu unserem Gästehaus gehen, es war so unheimlich, dass wir uns vor lauter Angst kaum noch halten konnten. Brolio war nur 5 km weiter weg und es hätte uns nicht verwundert, wenn die Erscheinung des Barons durch die Tür geschlüpft wäre. Die Nacht war furchtbar. Wir lauerten auf jedes Geräusch und jedes Knacken, es war so was von gruselig - um den kleinen Bauernhof war ja nur Wald und der Wald hat nachts sowieso so viele Geräusche. Mir läuft jetzt noch beim Schreiben die Gänsehaut.

Am nächsten Tag haben wir unsere Klamotten in windeseile ins Auto gebracht, damit wir weg kamen und was passiert, als wir das kleine Bauernhaus von Steffi verlassen wollten, bleibt das Auto stehen, weil das Kühlwasser zu niedrig war, obwohl wir es zu Hause aufgefüllt hatten. Sonja hatte das schon öfters erlebt und wollte nachfüllen. Da brach der Kühlerdeckel in 2 Teile.

War es vielleicht so, dass der Baron von Brolio uns nicht fahren lassen wollte????
Übrigens, wir haben dann noch kurz vor der Autobahn eine Opelwerkstat gefunden die uns den Deckel gewechselt hat und wir kamen gut zu Hause an.

Aber diese Erlebnisse waren schon äußerst merkwürdig und wir haben die Angst sehr real verspürt.