Dienstag, 25. Oktober 2011

Oh wie schön ist Panama Teil 3 Siena










Das sind ein paar Einblicke in die Stadt Siena. Siena ist wohl eine der schönsten Städte Italiens mit Florenz und Rom. Wir waren verzaubert. Die engen Gassen, die wundervollen alten Häuser das schöne Ambiente. Die Fahrt nach Siena hat sich wieder als Abenteuer gestaltet. In die Innenstadt von Siena kann man nur schlecht mit dem Auto fahren, weil es keine Parkplätze gibt. Also haben wir die Busfahrt gewählt. Wir konnten unser Auto am Hauptbahnhof parken und fuhren anschließend mit dem Bus. Das war jedoch eine Odysee. Man konnte den Abfahrtsort des Busses kaum finden, der war hinter einem Gebäude versteckt. Tja und dann stellt sich die Frage, welchen müssen wir denn nehmen um in die Innenstadt zu kommen und wo müssen wir aussteigen.

Also sind wir einfach in den ersten Besten eingestiegen und an der Endstation ausgestiegen und siehe da, wir hatten Glück, wir waren mitten Im Zentrum von Siena und ums Eck war der Campa, der schön große Platz, auf dem Markt stattfindet und 1 x im Jahr ein Pferderennen zwischen den Stadtbezirken, glaube ich jedenfalls und dort haben wir uns zu all den anderen Besuchern auf den Boden gesessen, Eis geschleckt, geträumt und wir haben versucht uns vorzustellen wie es wohl früher gewesen war, als hier die edlen Herren und Damen mit den antiken Kostümen flaniert haben.

In Siena gibt es auch sehr schöne Modegeschäfte - italienische Mode, mit dem gewissen Etwas. Davon gibts Fotos und einen kleinen Bericht und ausserdem (bitte nicht weiter sagen) werde ich ein paar Schnitte davon anfertigen, unter anderem von einem Kinderkleid von dessen Kreation ich hin und weg war.

Und hier noch ein paar italienische Illusionen, weil es gar so schön ist





Ach ja, das habe ich noch gar nicht erzählt, ein paar kleine Interna. Eigentlich wollten meine Tochter, mein Sohn und ich zusammen nach Italien fahren. Meine Kinder sind schon erwachsen, nur so zum besseren Verständnis. Chris mein Sohn musste kurzfristig wegen einer üblen Erkältung absagen, so sind wir 2 Frauen mehr oder weniger unfreiwillig alleine gefahren. Also mit Mann hätten wir uns schon wohler gefühlt. Die Aktion mit Einstein hat uns auch nicht gerade positiv gestimmt. Irgendwie hing alles unter einem schlechten Stern.

Also wohl oder übel fuhren wir alleine und haben die Fahrt schon mal ganz gut hinter uns gebracht. Die erste Hürde, die sich etwas unstimmig gestaltete war die Bezahlung der Maut. Wir sind ja nicht eben die Profis die 3 x im Jahr nach Italien fahren und wußten daher nicht so genau wies funktioniert. Auf jeden Fall stehen wir an der Mautstelle, und wissen nicht in welches Loch wir das Geld stecken sollten. Der Schein wurde nirgends eingezogen. Sonja steckt in der letzten Verzweiflung, weil sich natürlich hinter uns 2 doofen Weibern (so denken sicherlich viele, die da warten mußten) eine Schlange gebildet hatte, ihre EC Karte in den Schlitz und schwups ging die Schranke auf. Sie weiß bis heute nicht wie bezahlt wurde, das Gerät verlangte keine Unterschrift, keine Pin Nr und sonst auch nichts. Hoffen wir mal, dass es beim nächsten Kontoauszug keine üble Überraschung gibt. Auf dem Heimweg haben wir uns wohlweißlich einen Schalter mit menschlichem Bewohner gesucht, der kassiert hat.

Tja und dann sind wir mitten in der Nacht in Gaiole angekommen. Totmüde sind wir ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen sehen wir uns beide verschlafen an, in der Erkenntnis, dass alle Wege nach irgend etwas sehenswertem mindestens 40 km weg sind und mit der Tatsache, dass hier keiner deutsch spricht, wir also auch nicht fragen können, also wir sehen uns an, mit der unausgesprochenen Frage, fahren wir gleich wieder heim, was im übrigen jeder von uns beiden am allerliebsten getan hätte, oder kratzen wir unser bisschen Mut zusammen und ziehen wir aus Italien zu erobern? Allein die Tatsache, was wir uns hier zu Hause von unseren Freunden anhören hätten dürfen hat uns dazu bewogen dem Urlaub ins Auge zu schaun und ihn hinter uns zu bringen.

Es hat sich gelohnt - wir kamen stolz wie Bolle nach Hause - haben es verstanden den Widrigkeiten des Lebens ins Auge zu blicken und haben wirklich traumhafte Erlebnisse gehabt, die Bilder die ich noch habe werden das zeigen.Aber so kanns gehen, wenn man einen gemütlichen Urlaub machen möchte und letztendlich alles anders ist als geplant. Ich hasse nämlich verreisen.